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01.09.2009 WGZ BANK mit gutem Halbjahresergebnis 2009

  • Halbjahresergebnis vor Steuern der WGZ BANK-Gruppe steigt deutlich auf 240 Mio. €
  • Betriebsergebnis nach Risikovorsorge der WGZ BANK verbessert sich von 0,4 Mio. € auf 70 Mio. €
  • Cost-Income-Ratio in der Gruppe bei 31,5 Prozent, in der Bank bei 48,1 Prozent
  • Kapitalerhöhung zur Untermauerung einer antizyklischen und risikobewussten Wachstumsstrategie geplant
  • Genossenschaftsbanken im Rheinland und in Westfalen tragen überproportional zur Kreditversorgung bei
  • Gründung der WGZ BANK Stiftung anlässlich des 125-jährigen Unternehmensjubiläums

Düsseldorf, 1. September 2009. Die WGZ BANK-Gruppe hat sich in den ersten sechs Monaten gut behauptet und weist ein Halbjahresergebnis vor Steuern von 239,6 Mio. € aus (30.06.2008: 64,8 Mio. €). Die WGZ BANK hat ihr Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 0,4 Mio. € auf 70 Mio. € ebenfalls spürbar verbessert. Die im Wettbewerbsvergleich guten Cost-Income-Ratios in der Gruppe von 31,5% und in der Bank von 48,1% unterstreichen die hohe Produktivität im operativen Geschäft. Die Bilanzsumme der WGZ BANK-Gruppe wuchs im ersten Halbjahr 2009 auf 95,6 Mrd. €. Wesentlicher Treiber waren die Kundenforderungen mit einem Zuwachs von 1,6 Mrd. € oder 5,4% auf 30,8 Mrd. € infolge einer Ausweitung des Kreditgeschäfts in der WGZ BANK sowie in der WL BANK.
 
"Die WGZ BANK ist bislang – auch im nationalen und internationalen Vergleich – alles in allem erfreulich gut durch die Finanzkrise gekommen", so Werner Böhnke, Vorsitzender des Vorstandes. Gleichwohl richtet sich die WGZ BANK auf weitere Unwägbarkeiten an den Märkten im Jahresverlauf ein. Böhnke: "Auch für den Fall, dass die Krise noch länger andauert – wovon wir ausgehen – sehen wir uns gut gerüstet." Die konsequente geschäftliche Ausrichtung der WGZ BANK verbunden mit ihrer guten Reservenausstattung und ihrer besonnenen und stringenten Risikopolitik hat sich bewährt. Böhnke betont, dass "diese Ausrichtung in hohem Maße zukunftsträchtig ist – dadurch unterscheiden wir uns von vielen anderen Wettbewerbern, die derzeit erhebliche Anstrengungen unternehmen, tragfähige Geschäftsmodelle einzuführen."

Um weitere Handlungsspielräume einer antizyklischen und risikobewussten Wachstumsstrategie in den Kerngeschäftsfeldern zu eröffnen, plant die WGZ BANK eine Kapitalerhöhung. "Damit", so Böhnke, "bauen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsbanken unsere Wettbewerbsposition im Rheinland und in Westfalen weiter aus – in einer der unverändert attraktivsten Wirtschaftsregionen Europas".

Ergebnisse der WGZ BANK-Gruppe 2009 (nach IFRS)

Der Zinsüberschuss der WGZ BANK-Gruppe ging um 5,2 % auf 232 Mio. € zurück. Wesentlicher Grund dieses Rückgangs ist die Zins- und Konditionenpolitik der WGZ BANK gegenüber ihren Mitgliedsbanken, denen sie auch während der Zeit, in der die Geldmärkte nahezu vollständig zusammengebrochen waren, unverändert stabile und attraktive Einlagenzinsen vergütet hat. Gerade auf dem Höhepunkt der Krise haben diese Konditionen die Margen spürbar geschmälert. "Wir kommen unserem genossenschaftlichen Förderauftrag auch in Krisenzeiten unvermindert und – wie wir meinen – in besonderer Weise nach", unterstreicht Böhnke.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wurde nach 7,8 Mio. € auf 70,5 Mio. € mit den Möglichkeiten der deutlich verbesserten Ertragslage ausgeweitet. Mit dieser erweiterten Vorsorge wappnet sich die WGZ BANK gegen weitere Phasen der Krise.

Der Provisionsüberschuss sank von dem hohen Niveau des Vergleichszeitraumes um 7,2 % und beläuft sich auf 37,5 Mio. €. Er verringerte sich im Wesentlichen infolge krisenbedingter Umsatzrückgänge im Wertpapiergeschäft und im Zahlungsverkehr.

Das Handelsergebnis inklusive des so genannten Fair-Value-Ergebnisses in Höhe von 192,9 Mio. € ist geprägt von Wertaufholungen. Böhnke betont, dass "diese Wertaufholungen für uns ein klarer Beleg für Qualität und Stabilität der Portfolien der WGZ BANK" sind.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen ging auf -18,6 Mio. € zurück. Darin enthalten sind realisierte Verluste von veräußerten Wertpapieren aus der Kategorie "available for sale."

Der Verwaltungsaufwand stieg infolge von Sonderbelastungen aus dem Projekt "Fusion Plus" mit der DZ BANK sowie durch erhebliche Investitionen in die DV-Infrastruktur bei der Wertpapierabwicklung für die Primärbanken und deren Kunden um insgesamt 20,9% auf 142,3 Mio. €.

Das Ergebnis vor Steuern der WGZ BANK Gruppe verbesserte sich in den ersten sechs Monaten deutlich um 174,8 Mio. € auf 239,6 Mio. €. "Dieses Ergebnis zeigt – auch wenn es nur ein Zwischenresultat darstellt –, dass die WGZ BANK-Gruppe aus eigener Kraft bislang gut durch die Krise gekommen ist", erläutert Böhnke. "Es belegt die Stabilität unseres Geschäftsmodells".

Die Cost-Income-Ratio der WGZ BANK-Gruppe verbesserte sich von 61,8% auf 31,5%.

Der Halbjahresüberschuss nach Steuern beläuft sich in der Gruppe auf 186,5 Mio. € nach 71,3 Mio. € im Jahr zuvor.

Ergebnisse der WGZ BANK 2009 (nach HGB)

Der Zinsüberschuss weist einen Anstieg um 12,9% auf 158,4 Mio. €. auf, der sich vor allem aus den höheren laufenden Erträgen durch die Sonderausschüttung der R+V speist.

Im Provisionsüberschuss zeigen sich Spuren der krisenbedingten Rückgänge im Wertpapiergeschäft und im Zahlungsverkehr. Er ging um 8,6% auf 31,7 Mio. € zurück.

Der Nettoertrag aus Finanzgeschäften verzeichnete einen Anstieg von 12,5 Mio. € auf 35,1 Mio. €. Neben einem verbesserten Handelsergebnis wirkte sich die
erstmals im Halbjahresabschluss 2009 nach den Anforderungen des BilMoG angepasste Bewertung der Handelsbestände im Rahmen des Einzelabschlusses
positiv aus.

Der Verwaltungsaufwand stieg infolge der für die WGZ BANK-Gruppe beschriebenen Sonderfaktoren, die allein von der Bank verursacht sind, um 22,9% auf 111,1 Mio. €.

Das Betriebsergebnis vor Bewertung stieg insgesamt um 19,5% auf 120 Mio. €. In Folge des erhöhten Verwaltungsaufwandes stieg die Cost-Income-Ratio leicht auf 48,1% nach 47,4%. Die Produktivität der WGZ BANK im operativen Geschäft ist – insbesondere im Wettbewerbsvergleich – weiterhin hoch.

Die Risikovorsorge halbierte sich im Vergleich mit dem Vorjahreswert auf 50 Mio. €. Böhnke: "Der ausgewiesene Wert liegt aber immer noch deutlich über dem  Ansatz für die Risikovorsorge in Normaljahren. Damit bilden wir bereits jetzt eine Vorsorge für Ausfälle im Kreditgeschäft, die sich im Zuge der gegenwärtigen Rezession wohl kaum vermeiden lassen werden."

Das Betriebsergebnis stieg trotzdem kräftig von 0,4 Mio. € auf 70 Mio. €.

Unter Berücksichtigung des sonstigen Ergebnisses und des Steueraufwands beträgt der Halbjahresüberschuss der WGZ BANK 72,3 Mio. € nach 11,6 Mio. € im Vorjahr.

Nach IFRS hat die WGZ BANK ihr Ergebnis vor Steuern von 72,9 Mio. € im ersten Halbjahr 2009 auf 195,8 Mio. € um 168% gesteigert.

WGZ BANK-Gruppe mit solider Kapitalausstattung

Das bilanzielle Eigenkapital gemäß IFRS der WGZ BANK-Gruppe stieg infolge der Abbildung des positiven Ergebnisses um 6,1% auf 2,7 Mrd. €. Die aktuelle Gesamtkapitalkennziffer gemäß Solvabilitätsverordnung beträgt 11,3%, die aktuelle Kernkapitalquote der WGZ BANK liegt bei 8,3%.

Ausblick verhalten optimistisch

Die WGZ BANK zeigt sich vorsichtig in Bezug auf die weitere Entwicklung der Konjunktur: "Wir werden es mit Blick auf den weiteren Verlauf des Jahres 2009  mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation zu tun haben. In diesem Umfeld wird die WGZ BANK mit Umsicht und Vorsicht ihren Kurs weiter fortsetzen", so Böhnke. "Sollten die derzeitige Stabilisierung der Finanzmärkte und die Erholung der Konjunktur anhalten, ist gleichwohl davon auszugehen, dass sich die gute  Entwicklung der WGZ BANK-Gruppe fortsetzt und die WGZ BANK in die Lage versetzt, sowohl ihre Substanz angemessen zu stärken als auch eine attraktive Dividende an die Anteilseigner auszuschütten."

Kapitalerhöhung als Basis einer antizyklischen Wachstumsstrategie

Die WGZ BANK plant zur weiteren Untermauerung ihrer antizyklischen Wachstumsstrategie in ihren Kerngeschäftsfeldern derzeit eine Kapitalerhöhung, die den Aktionären noch im laufenden Jahr zur Zeichnung angeboten werden soll. Die derzeitige Kapitalausstattung der WGZ BANK ist auskömmlich – zur Bewältigung der Finanzkrise ergibt sich kein Kapitalbedarf. Böhnke: "Die Kapitalerhöhung eröffnet uns weitere Handlungsspielräume, schnell und flexibel zu agieren und sich bietende Möglichkeiten im Markt zu nutzen. Gemeinsam mit unseren Mitgliedsbanken wollen wir die Substanz und die strategische Position der WGZ BANK und damit den Stellenwert unseres Regionalen FinanzVerbundes ausbauen."

Genossenschaftsbanken sichern Kreditversorgung des Mittelstands

Die WGZ BANK leistet ihren Beitrag zur Versorgung des Mittelstandes mit Krediten: Die Ausleihungen allein an dieses Firmenkundensegment wurden im ersten Halbjahr um 5,7% auf 5,5 Mrd. € ausgeweitet. Die Kreditvergabe der Genossenschaftsbanken im Rheinland und in Westfalen nahm im gleichen Zeitraum um 4,4% bzw. 4,24 Mrd. € zu. Ein Drittel des Gesamtwachstums der Unternehmenskredite der genossenschaftlichen Bankengruppe entfällt somit auf das Geschäftsgebiet der WGZ BANK. Böhnke: "Es ist nicht sachgerecht, alle Banken über einen Kamm zu scheren und in Generalverdacht für eine Kreditverknappung verantwortlich zu machen."

WGZ BANK Stiftung

Anlässlich ihres 125-jährigen Jubiläums hat die WGZ BANK eine mit 5 Mio. € dotierte Stiftung gegründet, die sich auf der Grundlage der Prinzipien der genossenschaftlichen Idee der Förderung der wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Bildung verschrieben hat. Insbesondere die wirtschaftliche Vorbildung in Schulen soll unterstützt sowie die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gefördert werden.

 

WGZ BANK-Gruppe (nach IFRS)
  01.01.-30.06.2008 01.01.-30.06.2009 Veränderung in %
Zinsüberschuss 244,6 232,0 -5,2
Risikovorsorge im Kreditgeschäft -7,8 -70,5 >100
Provisionsüberschuss 40,4 37,5 -7,2
Handelsergebnis -117,7 192,9 <-100
Ergebnis aus Finanzanlagen 12,9 -18,6 <-100
Ergebnis aus Sicherungszusammenh. -5,3 -2,5 -52,8
Verwaltungsaufwand -117,7 -142,3 20,9
Sonstiges betr. Ergebnis 15,4 11,1 -27,9
Ergebnis vor Steuern 64,8 239,6 >100
Steuern 6,5 -53,1 <-100
Halbjahresüberschuss 71,3 186,5 >100
Cost-Income-Ratio 61,8 31,5  
WGZ BANK (nach HGB)
  01.01.-30.06.2008 01.01.-30.06.2009 Veränderung in %
Zinsüberschuss 140,3 158,4 12,9
Provisionsüberschuss 34,7 31,7 -8,6
Nettoertrag aus Finanzgeschäften 12,5 35,1 >100
Sonstiges betr. Ergebnis 3,3 5,9 78,8
Verwaltungsaufwand 90,4 111,1 22,9
Betriebsergebnis vor Risikovors. 100,4 120,0 19,5
Risikovorsorge -100 -50 -50
Betriebsergebnis nach Risikovors. 0,4 70,0 >100
Saldo sonstiges Geschäft 11,4 9,2 -19,3
Ergebnis vor Steuern 11,8 79,2 >100
Steuern -0,2 -6,9 >100
Halbjahresüberschuss nach St. 11,6 72,3 >100
Cost-Income-Ratio 47,4 48,1  


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